CeresAward 2017

Daniel Wehmeyer ist bester Biolandwirt

Daniel Wehmeyer, Landwirt aus Osterode am Harz, ist Sieger in der Kategorie „Biolandwirt“ des CeresAward 2017, des bedeutendsten Preises für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum. Der Award wurde am 11. Oktober im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin übergeben.


Auf den grünen Hängen des westlichen Harzes weiden die Rinder von Daniel Wehmeyer. Der Biolandwirt aus Düna bei Osterode bewirtschaftet seinen Betrieb nach Bioland-Richtlinien. Seine Rinder der alten Nutzierrasse Rotes Höhenvieh, die früher typisch für diese Region war und nun eine Renaissance erlebt, verbringen Sommer wie Winter auf der Weide. Nur kurz vor der Schlachtung kommen sie für ein paar Wochen in den Stall, um noch einmal Gewicht zuzulegen. Besonders ist: Seine drei Bullen und die 100 Mutterkühe samt Nachzucht sind dank Low-Stress-Stockmanship handzahm. Wehmeyer hat ein Händchen für Kühe. Der Umgang mit den Herdentieren erfolgt in Ruhe und mit viel Körpersprache. Die Rinder sind so vertraut mit ihrem Chef, dass sie zum Teil sogar auf ihren Namen hören. So bedeutet das gute Miteinander nicht nur weniger Stress für die Tiere, sondern auch für den „Bio-Cowboy“ selbst.

„Der Sieger hat ein Händchen für Tiere und ein Händchen für Bio. Regionalität ist für ihn ebenso wichtig wie Vielfalt auf dem Acker. Am wichtigsten aber ist ihm, dass es seinen Rindern gutgeht. Und dafür tut er alles. Sie danken es ihm und hören aufs Wort.“ urteilte die Fachjury des CeresAward über den Sieger in der Kategorie Biolandwirt.

Das Rindfleisch von seinem Roten Höhenvieh findet seinen Weg auf die Teller mehrerer Restaurants in der Umgebung und die Ackerfrüchte, wie beispielsweise Linsen, werden meist in der unmittelbaren Umgebung verarbeitet. Zudem vermehrt der Junglandwirt sein Saatgut selbst. Das ist nicht nur wichtig für den Erhalt der Sortenvielfalt, sondern hilft auch ihm selbst. So hat er immer die neuesten Sorten auf seinen Feldern. Neben Getreide erzeugt er zudem Bergwiesengrassamen. „Daniel Wehmeyer hat ein enormes Wissen sowohl in der Tierhaltung als auch im Ackerbau.“ lobt Minou Menzler der Stiftung Ökologie & Landbau.

Insgesamt 415 ha bewirtschaftet der 35-Jährige, der seinen Betrieb in wenigen Jahren von 0 auf 100 gebracht hat. Gestartet hatte er als Junge gemeinsam mit seinem Vater mit gerade einmal 8 ha im Nebenerwerb. Daraus entwickelte sich ein dynamischer und wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb mit 180 Rindern, vielen Highlights und tiefen regionalen Wurzeln.

Die Juroren in der Kategorie Biolandwirt waren: Minou Menzler, SÖL Stiftung Ökologie & Landbau sowie Julia Schürer, agrarheute. Gekürt wurde Daniel Wehmeyer im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 11. Oktober in Berlin. Die Preisverleihung ist ein Branchentreff ersten Rangs, zu der die Veranstalter mehr als 350 Gäste empfingen. Neben Bauernpräsident Joachim Rukwied und führenden Köpfen aus Handel und Industrie gab sich auch Bundesminister Christian Schmidt die Ehre.

Hintergrund

Ablauf: Der CeresAward wurde 2014 erstmals verliehen und von Branchenvertretern als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ eingestuft. Zahlreiche Fachorganisationen und Unternehmen unterstützen den vom Fachblatt agrarheute initiierten Award, der unter der Schirmherrschaft von Joachim Rukwied, Präsident des DBV Deutscher Bauernverband, steht. Der Wettbewerb wird in mehreren Kategorien ausgelobt, welche die gesamte Vielfalt der heutigen Landwirtschaft widerspiegeln. Aus den Gewinnern der elf Einzelkategorien wählt eine Jury, bestehend aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren von agrarheute sowie dem Sponsor der jeweiligen Kategorie den Gesamtsieger. Weitere Informationen unter www.ceresaward.de. Unter dem Navigationspunkt Presse stehen zudem druckfähige Bilder der Vorjahresgewinner sowie der Preisverleihung 2016 bereit.

Namenspatin für den CeresAward ist Ceres, die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit, des Wachsens und Gedeihens. Diese Namenspatenschaft drückt aus, dass – egal wie Landwirte heute ihre Betriebe ausrichten – die Grundlage für ihre Arbeit der Boden bildet und sein Erhalt im Mittelpunkt verantwortungsvoller Bewirtschaftung steht. 

Initiator des CeresAward ist agrarheute, einer der auflagenstärksten überregionalen Fachtitel für Landwirte im deutschsprachigen Raum aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag.

Paten des CeresAward sind: Agentur für Erneuerbare Energien, Bund der Deutschen Landjugend (BDL), Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR), Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher LandFrauenverband (dlv), Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfung (DLQ), Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) mit Stiftung Ökologie und Landbau (SöL) sowie Verband der Landwirtschaftskammern (VLK). Diese Organisationen stellen zudem Juroren in den Wettbewerbskategorien.

Sponsoren des CeresAward 2017 sind: der Landtechnikhersteller DEUTZ-FAHR (Hauptsponsor), BNP Paribas Leasing Solutions (Kategoriensponsor Unternehmerin), der Pflanzenschutzspezialist Dow AgroSciences (Kategoriensponsor Manager), der Landtechnikhersteller Horsch (Kategoriensponsor Ackerbauer), der Reifenhersteller Mitas (Kategoriensponsor Junglandwirt und Geschäftsidee), die REWE Group (Kategoriensponsor Geflügelhalter) sowie die R+V Versicherung (Kategoriensponsor Energielandwirt). 

Schirmherr des CeresAward ist Joachim Rukwied, Präsident Deutscher Bauernverband (DBV).

Kristina Fischer, Unternehmenskommunikation
Deutscher Landwirtschaftsverlag GmbH
www.dlv.de

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